In Rio de Janeiro

Die Stadt entzückt das Auge durch ihre Naturkulisse und durch ihre städtebaulichen Leistungen.

Rio de Janeiro, Brasilien

Doch es ist auch eine Stadt schärfster Gegensätze durch ihre berüchtigten „favelas“, die Slums, in denen Gewalt, Not und tiefste Armut zu Haus sind. Diese favelas lasten auf dem Gewissen der Zeitgenossen, sie fordern alle, die an soziale Verantwortung glauben, zum Handeln heraus.

JR: Women Are Heroes, Rio de Janeiro, Brasilien, 2008, Foto von JR

Unter den bekanntesten Vorkämpfern für soziale Gerechtigkeit in Rio ist Yvonne Bezerra de Mello, die ihr Leben und ihre Arbeit der Rettung und der Erziehung von Kindern aus den favelas widmet. 1998 gründete sie das Projekt UERE, eine Schule für Strassenkinder und andere traumatisierte Kinder. Mit wenig Geld und nur vier überaus engagierten Lehrern half sie tausenden von notleidenden Kindern, denen sie eine Ausbildung, Essen, medizinische Versorgung und Unterkunft bot. Das Projekt UERÊ widmet sich täglich 430 Kindern mit grossen Lernschwierigkeiten und Behinderungen, die durch langjähriges Ausgesetztsein an Gewalt verursacht wurden. Seit 1993 sind insgesamt 1020 Kinder durch das Projekt gegangen. »Unsere Unterrichtsmethoden erwiesen sich als fruchtbar. Sie verhalfen den Kindern zur Rehabilitation und zur Integration in das normale Schulleben, « schreibt Yvonne Bezerra de Mello. Die Cité für Friedenskulturen ist dabei, ein neues Bildungsprogramm zur Unterstützung von Projekt UERÊ zu entwickeln. Die Schule braucht dringend Hilfe. Weitere Informationen unter: www.projetouere.org.br and PROJETO UERÊ

        

____________________________________

Bilder und Rechte: Foto 1:  „Aerial view of Rio De Janeiro, including Sugar Loaf Mountain“ (Fotograf: Vater von J. G. Klein, 1967) © J. G. Klein; ; Foto 2: „Women are Heroes“ © JR und L’AGENCE VU‘ (Paris, Frankreich); Foto 3, 4: Bild von Yvonne Bezerra de Mello und ihren Studenten © Yvonne Bezerra de Mello und Projeto Uerê; Fotos 5, 6, 7: Bild des Uerê-Unterrichts, Bild der Uerê-Studenten und der Uerê-Zeitung © Yvonne Bezerra de Mello und Projeto Uerê.